Das Ensemble Oktoplus

Friederike Starkloff (Violine)

 

"Musik bedeutet mir alles. Sie ist ein Teil von mir, gibt mir Freude und Kraft." So beschreibt Friederike Starkloff, geboren 1990 in Chemnitz, den Stellenwert der Musik in ihrem Leben. Als 5-Jährige erhielt sie Geigenunterricht an der Pflüger-Stiftung in Freiburg bei Prof. Wolfgang Marschner und Ariane Mathäus, die sie seitdem unterrichteten. Beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ gewinnt sie 1998 das erste Mal einen Ersten Preis. Bis 2004 folgen ihm elf weitere, die sie für ihre Vorträge in Solo-Wertungen bzw. als Mitglied in Duo und Quartett entgegennimmt. Parallel dazu reüssiert sie bei verschiedenen internationalen Geigen- und Kammermusik-Wettbewerben und wird Gewinnerin des Internationalen Violinwettbewerbs Miroslaw Lawrynowicz, 2005 in Plock (Polen), des Zehnten Internationalen Violinwettbewerbs Ludwig Spohr, Freiburg und des Ersten Internationalen Wettbewerbs Violine in Dresden, 2008. Weiterhin ist sie Preisträgerin im Internationalen Spohr-Wettbewerb Weimar, 2001, 2nd International Violin Competition, Qingdao, China, 2008, und Bachpreisträgerin im XVI. Internationalen Bach-Wettbewerb, 2010 in Leipzig in der Kategorie Violine/Barockvioline. Darüber hinaus erreicht Friederike Starkloff beim Siebten Internationalen Violinwettbewerb Leopold Mozart, Augsburg, 2009 den Zweiten Platz, welcher die Grundlage für eine CD-Produktion bildete. In 2014 gewann sie den Dritten Preis (Jacques Thibaud Grand Prize) beim Long-Thibaud-Crespin Wettbewerb in Paris. Als Solistin konzertiert sie in Deutschland, Polen und Italien und tritt mit einer Vielzahl verschiedener Orchesterformationen auf, darunter die Baden-Badener Philharmonie, die Weimarer Staatskapelle, das Philharmonische Orchester Rzeszow (Polen) sowie das Kurpfälzische Kammerorchester und das Stuttgarter Kammerorchester unter der Leitung von Dennis Russell Davies. Die Stipendiatin der Jürgen Ponto-Stiftung (2004–2007) besuchte regelmäßig internationale Meisterkurse unter der Leitung so renommierter Musiker und Pädagogen wie Wolfgang Marschner, Kurt Masur und Herman Krebbers und tritt bei verschiedenen Festivals auf, so zum Beispiel dem Moritzburg-Festival. Von 2008 bis 2012 studiert Friederike Starkloff bei Rainer Kussmaul an der Hochschule für Musik Freiburg und seit 2012 bei Antje Weithaas an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Seit 2015 ist Friederike Starkloff Erste Konzertmeisterin der NDR Radiophilharmonie Hannover. Sie spielt eine Geige von J. B. Guadagnini – eine Leihgabe der Landessammlung Baden-Württemberg.

Kristina Altunjan, Violinistin

Kristina Altunjan (Violine)

 

Die gebürtige Armenierin lernte Geige bei Prof. Ara Bogdanyan und Prof. Willi Mokatsian in der Tchaikovsky Spezialmusikschule und anschließend an der Komitas Musikhochschule in Eriwan. Schon sehr früh hat sie ihre besondere Liebe für Kammermusik entdeckt. Sie spielte in vielen verschiedenen Formationen und nach dem Diplom erhielt auch einen Lehrauftrag für Kammermusik an dieser Musikhochschule. Parallel zum Studium war sie Stellvertretende Stimmführerin bei den Armenian Chamber Players (damals “Serenade” Kammerorchester). Als Kammermusikerin und Solistin konzertierte Kristina Altunjan in Armenien und in Europa.

1997 setzte Kristina Altunjan mit Hilfe eines DAAD Stipendiums ihr Studium in Deutschland an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Maria Egelhof und Prof. Walter Levin (LaSalle Quartett) fort. Sie spielte (u. a. auch als Stipendiatin der Stiftung Villa Musica) in verschiedenen Formationen mit Nikolas Chumachenko, Karine Georgian, Barbara Wetphal, Sabine Meyer und auch in Ensemble Kontraste. Seit 2006 ist Kristina im Ensemble Oktoplus als Geigerin, Bratscherin und  Arrangeurin tätig.

Von 1999 bis zu ihrer festen Anstellung (2004)  bei der NDR Radiophilharmonie spielte sie im NDR Sinfonieorchester in Hamburg.

Taia Lysy, Bratschistin

Taia Lysy (Viola)

 

Taia Lysy entstammt einer Musikerfamilie. Sie wurde in Lissabon geboren und wuchs in München auf. Ihren ersten Unterricht erhielt sie bei ihren Eltern. Später studierte sie bei Franz Beyer und Thomas Riebl an den Musikhochschulen in München und Salzburg, worauf ein Studium in den USA bei Richard Young und dem Vermeer-Quartett folgte.

Schon mit 18 Jahren erhielt Taia Lysy einen Vertrag im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, wo sie unter allen großen Dirigenten wie Leonard Bernstein, Carlos Kleiber, Lorin Maazel, Colin Davis, Ricardo Muti und Mariss Jansons spielte. Zwischen 1999 und 2002 spielte sie an der Bayerischen Staatsoper unter Zubin Mehta. Später folgten Aushilfstätigkeiten in der NDR Radiophilharmonie in Hannover und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Daneben gilt ihr großes Interesse der Kammermusik, wo sie u. a. mit Persönlichkeiten wie Ingolf Turban, Eduard Brunner, Ana Chumachenco, Wen-Sinn Yang, Francois Leleux und Bruno Schneider musizierte.

Jan-Hendrik Rübel, Cellist

Jan Hendrik Rübel (Violoncello)

 

Jan Hendrik Rübel, 1970 in Hamburg geboren, studierte zunächst in seiner Heimatstadt bei Prof. W. Mehlhorn, dann in Berlin bei Prof. W. Boettcher, bei dem er sein Diplom mit Bestnote ablegte. Darauf setzte er seine Ausbildung in der Solistenklasse von Prof. T. Demenga in Basel fort, wo er 1998 sein Konzertexamen mit Auszeichnung bestand. Er ist Preisträger von „Jugend musiziert“, dem Elise-Meyer-Wettbewerb, der Sommerakademie Salzburg und Stipendiat des DAAD.

Als Kammermusiker war er Gast des Steans Institute beim Ravinia Festival Chicago, der Salzburger Festspiele und der Luzerner Festwochen. Orchestererfahrung sammelte er im Bundesjugendorchester und als Substitut der Oper Zürich und der Berliner Philharmoniker. Als Solist konzertierte er mit dem Mozarteum Orchester Salzburg, dem Basler Symphonieorchester und – unter Ingo Metzmacher – dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg, dessen stellvertretender Solocellist er von 1998 bis 2002 war. 2002 wechselte er auf die gleiche Position in der NDR Radiophilharmonie nach Hannover. Seit 2007 unterrichtet Jan Hendrik Rübel an der Hochschule für Musik und Theater Hannover und setzt sich für den Nachwuchs auch als Dozent u.a. im Bundesjugendorchester ein.

Georg Elsas, Kontrabassist

Georg Elsas (Kontrabass)

 

 

Georg Elsas wurde 1981 in Kassel geboren und erhielt von 1996 bis 1998 Unterricht am E-Bass bei Jürgen Bock. Ab 1999 bis 2001 nahm er Kontrabass- und E-Bassunterricht bei Heiko Pape an der Musikschule Homberg, bevor er 2001 seine künstlerische Ausbildung am Kontrabass bei Prof. Peter Pühn an der Hochschule für Musik und Theater Hannover fortsetzte und 2009 mit „sehr gut“ im Hauptfach abschloss. Seit 2011 besucht Georg Elsas die Soloklasse von Prof. Behringer an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover.

Berufliche Erfahrungen sammelte er 2001 durch seine Mitarbeit im Landesjugendorchester Hessen sowie bis 2003 als Mitglied des Bundesjugendorchesters. In den Jahren 2002 und 2003 spielte er außerdem beim Jungen Deutschen Klangforum und im Heeresmusikkorps der Bundeswehr.

Nach einer Konzertreise mit der Jungen Deutschen Philharmonie 2003 war er von 2004 bis 2006 Praktikant in der NDR-Radiophilharmonie Hannover und bis 2005 zeitgleich im Umfang einer halben Stelle im NDR-Sinfonieorchester Hamburg. Als Substitut sammelte er außerdem Erfahrungen bei den Bamberger Symphonikern, im Orchester der Deutschen Oper Berlin, 2007 als Solobassist im Orchester des Stadttheaters Gießen und im Orchester des Staatstheaters Kassel. Weitere Zeitverträge führten den Solobassisten an die Staatskapelle Halle und zum SWR Sinfonieorchester Stuttgart. Von 2008-2010 war Georg Elsas in Festanstellung Vorspieler bei den Bochumer Symphonikern und ist seit 2010 Mitglied der NDR Radiophilharmonie.

Johannes Martin Gmeinder, Klarinettist

Johannes Gmeinder (Klarinette)

 

Johannes M. Gmeinder wurde 1976 in Konstanz am Bodensee geboren und erhielt im Alter von 8 Jahren seinen ersten Klarinettenunterricht.

Nach Studien an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen bei Prof. Waldemar Wandel und an der Universität der Künste Berlin bei Prof. François Benda wurde Johannes M. Gmeinder 1996 Mitglied der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker.

Johannes M. Gmeinder besuchte Meisterkurse bei Prof. Hans Deinzer und Prof. Francois Benda.
1994 erhielt er ein Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg und war seit 1998 Stipendiat der rheinland-pfälzischen Landesstiftung „Villa Musica“.

Als Solo-Klarinettist spielte Johannes M. Gmeinder regelmässig in Orchestern wie der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, den Bamberger Symphonikern, den Münchner Philharmonikern, der Staatskapelle Dresden, den Symphonieorchestern des Westdeutschen- und des Bayerischen Rundfunks, der NDR Radiophilharmonie Hannover sowie den Berliner Philharmonikern.

Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Zubin Metha, Günter Wand, Mariss Jansons, Lorin Maazel, Neeme Järvi, Christian Thielemann, Bernard Haitink, Daniel Barenboim, Sir Simon Rattle oder Paavo Järvi.

1999 wurde Johannes M. Gmeinder Solo-Klarinettist des Opern- und Museumsorchesters Frankfurt/Main.

Als Solist und Kammermusiker ist Johannes M. Gmeinder regelmässiger Gast bei zahlreichen Festivals wie den Schwetzinger Festspielen oder den Weilburger Schlosskonzerten.

Seine erfolgreiche pädagogische Arbeit begann 2001 mit Lehraufträgen an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt/Main, 2003 an der Universität der Künste Berlin sowie ab 2004 an der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst Mannheim.

Seit 2004 war Johannes M. Gmeinder Professor für Klarinette an der Hochschule für Musik Mainz und wurde 2009 als Professor für Klarinette und Kammermusik an die Hochschule für Musik Saar berufen. Johannes M. Gmeinder ist seit 2010 1. Vorsitzender der Deutschen Klarinetten-Gesellschaft und agiert zudem ab 2011 als National Chairperson für Deutschland in der ICA (International Clarinet Association).

Malte Refardt, Fagottist

Malte Refardt (Fagott)

 

Malte Refardt wurde in Hamburg geboren und war bereits während der Schulzeit Gastmitglied der Musikhochschule seiner Heimatstadt. Er studierte ab 1995 bei Dag Jensen in Essen und Hannover. Das Konzertexamen absolvierte er bei Georg Klütsch in Weimar und Köln.

Während des Studiums war er von 1997 bis 1999 Solofagottist des renommierten Gustav-Mahler-Jugendorchesters und des Mahler Chamber Orchestra, wo er unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Pierre Boulez, Kent Nagano und Daniel Harding spielte. Nach Anstellungen in Essen und München – u. a. als Solofagottist an der Bayerischen Staatsoper unter Zubin Mehta – ist Malte Refardt seit 2002 Solofagottist der NDR Radiophilharmonie in Hannover. Neben Tätigkeiten in allen großen deutschen Symphonieorchestern sowie im Ensemble Modern (Frankfurt) wird er seit 2003 von Seiji Ozawa als Solofagottist für das Saito Kinen Orchestra, die Tokyo Opera Nomori und das Mito Chamber Orchestra eingeladen.

Daneben gilt sein reges Interesse der solistischen Tätigkeit und der Kammermusik, wo er u. a. mit Persönlichkeiten wie Eduard Brunner, Ana Chumachenco, Jacques Zoon, Wen-Sinn Yang, Adrian Oetiker, Oliver Schnyder, Ingo Goritzki, András Adorján, im Ensemble Villa Musica oder im Ma'alot-Quintett musiziert. 

Bereits 2006 wurde Malte Refardt im Alter von 32 Jahren auf eine Professur an der Folkwang Universität der Künste in Essen berufen und leitet dort überaus erfolgreich eine Hauptfachklasse. Daneben wird er als Juror für internationale Wettbewerbe wie z. B. den Deutschen Musikwettbewerb oder den renommierten Kyoto Prize benannt. Seit 2009 hat er, zusammen mit seiner Frau Taia Lysy, die Künstlerische Leitung der Domleschger Sommerkonzerte in der Schweiz inne.

Ensemble Oktoplus, Grosse Kammermusik